Der Sammelband versammelt philosophische und soziologische Texte, die sich aus phänomenologischer Perspektive mit dem Zusammenhang zwischen Affektivität und Sozialität auseinandersetzen. Er folgt dabei der Figur des Go-Between, die Grenzgänge zwischen verschiedenen disziplinären Zugängen, Methoden und Forschungspraktiken zur Umsetzung und Reflexion affektphänomenologisch motivierter Forschung erprobt. In diesem Sinne versteht sich der Sammelband nicht nur als Beitrag zu einer Phänomenologie der Affekte, sondern auch als Anregung eines zukünftigen Dialogs zwischen theoretisch-begrifflichen und qualitativ-empirischen Forschungsansätzen. Die Einleitung des Buches rahmt dieses Anliegen mit einer Situierung der Phänomenologie. Sie führt in die Hintergründe der gegenwärtigen Affektforschung ein, um anschließend die Bedeutung von Affekten innerhalb der Phänomenologie seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu rekonstruieren. Damit einhergehend wird der Vorschlag unterbreitet, die reichhaltige phänomenologische Denktradition zu Affekten, Emotionen und Gefühlen als Inspiration zur Weiterentwicklung neuer interdisziplinärer Forschung zum Verhältnis von Affektivität und Sozialität in Anspruch zu nehmen. Das Buch ist in fünf Sektionen gegliedert. Die erste Sektion beinhaltet ideengeschichtliche Konzeptionen des Affektiven (Sektion 1). Danach folgen Auseinandersetzungen mit Vulnerabilität und Traumatisierung als pathische Affekte (Sektion 2) sowie mit Affekten im Kontext von Therapie- und Beratungssituationen (Sektion 3). Die beiden anschließenden Sektionen präsentieren Beiträge zu Affekten in gesellschaftspolitischen Kontexten (Sektion 4) sowie, abschließend, methodologische und forschungsethische Fragen, die sich hinsichtlich einer empirischen Affektforschung stellen, die affektphänomenologische Anregungen umsetzt (Sektion 5).

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Einleitung

  • Claudia Peter,
  • Marc Strotmann,
  • Moritz von Stetten

摘要

Der Sammelband versammelt philosophische und soziologische Texte, die sich aus phänomenologischer Perspektive mit dem Zusammenhang zwischen Affektivität und Sozialität auseinandersetzen. Er folgt dabei der Figur des Go-Between, die Grenzgänge zwischen verschiedenen disziplinären Zugängen, Methoden und Forschungspraktiken zur Umsetzung und Reflexion affektphänomenologisch motivierter Forschung erprobt. In diesem Sinne versteht sich der Sammelband nicht nur als Beitrag zu einer Phänomenologie der Affekte, sondern auch als Anregung eines zukünftigen Dialogs zwischen theoretisch-begrifflichen und qualitativ-empirischen Forschungsansätzen. Die Einleitung des Buches rahmt dieses Anliegen mit einer Situierung der Phänomenologie. Sie führt in die Hintergründe der gegenwärtigen Affektforschung ein, um anschließend die Bedeutung von Affekten innerhalb der Phänomenologie seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu rekonstruieren. Damit einhergehend wird der Vorschlag unterbreitet, die reichhaltige phänomenologische Denktradition zu Affekten, Emotionen und Gefühlen als Inspiration zur Weiterentwicklung neuer interdisziplinärer Forschung zum Verhältnis von Affektivität und Sozialität in Anspruch zu nehmen. Das Buch ist in fünf Sektionen gegliedert. Die erste Sektion beinhaltet ideengeschichtliche Konzeptionen des Affektiven (Sektion 1). Danach folgen Auseinandersetzungen mit Vulnerabilität und Traumatisierung als pathische Affekte (Sektion 2) sowie mit Affekten im Kontext von Therapie- und Beratungssituationen (Sektion 3). Die beiden anschließenden Sektionen präsentieren Beiträge zu Affekten in gesellschaftspolitischen Kontexten (Sektion 4) sowie, abschließend, methodologische und forschungsethische Fragen, die sich hinsichtlich einer empirischen Affektforschung stellen, die affektphänomenologische Anregungen umsetzt (Sektion 5).