Der Zugang zum Erleben: Unsagbarkeit – Sagbarkeit
摘要
Ausgehend vom Topos der Unsagbarkeit traumatischen Erlebens unterscheidet das Kapitel zunächst zwischen der Unsagbarkeit, die durch Überforderung in traumatischen Situationen zur vor-symbolischen Einschreibung in den Leib-Körper führt (und in den Folgekapiteln adressiert wird) und sozialer Unsagbarkeit, die Hauptgegenstand dieses Kapitels ist. Soziale Unsagbarkeit wird als Verlust geteilter Wirklichkeit und hermeneutische Marginalisierung analysiert. Für Traumatisierte geht damit vielfach ein grundsätzlicher Vertrauensverlust und ein Verlust von Beheimatung in der sozialen Welt einher, was als weitere traumatische Erfahrung erlebt wird. Die Vielschichtigkeit sozialer Unsagbarkeit wird durch phänomenologische, psychologische und sozialepistemologische Ansätze herausgearbeitet.