Mit neuen Schwerpunkten auf die Feminisierung von Migration, transnationale Mobilität und soziale Ungleichheit haben sich Debatten in der Migrationsforschung in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Unter anderem hat sich gezeigt, dass geschlechtsspezifische Ungleichheiten Migrationsentscheidungen und -verläufe sowie die Position von Migrant*innen in den jeweiligen Aufnahmeländern beeinflussen und neue Formen von Aktivismus hervorbringen. In der Folge wird das im liberal-kolonialen Paradigma verwurzelte Modell von Citizenship herausgefordert: Multikulturelle Perspektiven und die Analyse der Auswirkungen von Globalisierung und Neoliberalismus führen zur Entwicklung einer Vorstellung von Citizenship, die Inklusivität, Menschenrechte und performative Akte betont. Das Konzept der Acts of Citizenship, wie es Engin Isin vorschlägt, unterstreicht diesen dynamischen Charakter von Citizenship und stellt Kämpfe marginalisierter Gruppen um Anerkennung und Teilhabe ins Zentrum. Die Neudefinition von Citizenship berücksichtigt auch intersektionale Ungleichheiten, die auf race, Klasse, Geschlecht und anderen Kategorien beruhen, und stellt belonging in den Vordergrund des Diskurses über Citizenship.

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From Liberal-Colonial Citizenship to Acts of Citizenship: The (Re-)Formation of Gender, Migration and Citizenship

  • Mathias Bös,
  • Catharina Peeck-Ho

摘要

Mit neuen Schwerpunkten auf die Feminisierung von Migration, transnationale Mobilität und soziale Ungleichheit haben sich Debatten in der Migrationsforschung in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Unter anderem hat sich gezeigt, dass geschlechtsspezifische Ungleichheiten Migrationsentscheidungen und -verläufe sowie die Position von Migrant*innen in den jeweiligen Aufnahmeländern beeinflussen und neue Formen von Aktivismus hervorbringen. In der Folge wird das im liberal-kolonialen Paradigma verwurzelte Modell von Citizenship herausgefordert: Multikulturelle Perspektiven und die Analyse der Auswirkungen von Globalisierung und Neoliberalismus führen zur Entwicklung einer Vorstellung von Citizenship, die Inklusivität, Menschenrechte und performative Akte betont. Das Konzept der Acts of Citizenship, wie es Engin Isin vorschlägt, unterstreicht diesen dynamischen Charakter von Citizenship und stellt Kämpfe marginalisierter Gruppen um Anerkennung und Teilhabe ins Zentrum. Die Neudefinition von Citizenship berücksichtigt auch intersektionale Ungleichheiten, die auf race, Klasse, Geschlecht und anderen Kategorien beruhen, und stellt belonging in den Vordergrund des Diskurses über Citizenship.