Übersetzungsleistungen des Sportjournalismus – eine Problematisierung von blinden Flecken
摘要
Der Beitrag beschäftigt sich mit den Übersetzungsleistungen des Sportjournalismus. Eine gelingende Übersetzung gehört zu den Voraussetzungen der Funktionserfüllung und der Qualitätssicherung des Journalismus. Dabei geht es um weitaus mehr als nur die klassische „Übersetzung“ – also die Überführung von Informationen, Aussagen und Meinungen von einer in eine andere Sprache –, sondern auch um Übersetzungsleistungen bei der Selektion und Präsentation von Informationen. „Übersetzungsschwierigkeiten“ stehen somit der Nachrichtenaufklärung im Wege. Angesichts der enormen Bedeutung des Sports für den einzelnen, die Gesellschaft und auch die Medien greift der Beitrag die kontroverse Debatte über die Qualität des Sportjournalismus auf und erweitert sie um den Aspekt des „Übersetzens“. Thematisiert werden zum einen Probleme, die regionale Vielfalt des Sports in der Sportberichterstattung abzubilden und zum anderen die Kompetenz- und Wissensschwächen, die sich bei der Mehrheit der Sportjournalist:innen in der Dopingberichterstattung beobachten lassen. Die Diskussion der Befunde zur regionalen Sportberichterstattung und zur Dopingberichterstattung verdeutlicht die Gefahren für die Nachrichtenaufklärung im und durch den Sportjournalismus. Abschließend werden Vorschläge für einen kritischen Sportjournalismus formuliert.