Abschließende Bemerkungen
摘要
Ein wirkungsvolles Compliance-Management verlangt zunehmend ein organisationskluges sowie integriertes Vorgehen aller Bereiche einer Organisation. Dabei kann Compliance bzw. das Betreiben eines wirksamen Systems gewiss nicht die Welt retten, aber es kann – wenn richtig ausgeführt – in Forschung und Wissenschaft, neben den bereits mehrfach erwähnten bzw. umrissenen Vorteilen, die Attraktivität der Organisation als Arbeitgeber:in steigern (z. B. durch die Themen Fairness, Nachhaltigkeit) sowie die Sicherheit der eigenen Mitarbeitenden und die von Lieferant:innen oder Kund:innen erhöhen (z. B. im Kontext Arbeitsschutz, Korruptionsprävention). Compliance hat dabei zweifelsfrei auch Grenzen, weil sie keine hundertprozentige Sicherheit versprechen kann. In einem sehr dynamischen Umfeld – wie dem heutigen – sind stetige Anpassungen erforderlich, worauf die Compliance-Arbeit (kontinuierlich) ausgerichtet werden muss. So sollte die zentrale Bestrebung von Compliance sein, ein effektives Vorgehen zu etablieren, damit Chancen frühzeitig und Fehlverhalten rechtzeitig erkannt werden sowie steuernde Maßnahmen eingesetzt werden können. Die Herausforderung von Compliance ist es also, ein Managementsystem im Sinne eines übergreifenden und engmaschigen Netzes zu bilden, welches die Organisation und deren Angehörige vor Schaden bewahrt sowie Erfolgsaussichten aufzeigen kann. Entsprechend sind Strukturen zweckdienlich zu etablieren und diese mit verständlichen, organisationsweiten (digitalen bzw. unbürokratischen) Feedback-Schleifen zu versehen, sodass Rückmeldungen zeitnah erfolgen können und eine fortwährende Qualitätssteigerung erreicht werden kann.