Um das 2020er-Jahrzehnt – das zur Decade of Action für die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) deklariert wurde – möglichst erfolgreich im Sinne der Agenda 2030 zu gestalten, ist ein deutlich stärkeres, vor allem konzertiertes Zusammenwirken verschiedener Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vonnöten. Multi-Akteurs-Partnerschaften, die konzeptionell dem sogenannten Partnership Paradigm verpflichtet sind, können einen zentralen Beitrag zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit der relevanten Akteure leisten. Im Rahmen des vorliegenden Beitrags soll primär für die wertvolle und nach wie vor sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der scientific community unterschätzte Rolle von Multi-Akteurs-Partnerschaften bei der langfristigen Transformation zu nachhaltigeren Lebensbedingungen sensibilisiert werden. Vor diesem Hintergrund wird einerseits das konzeptionelle Selbstverständnis von Multi-Akteurs-Partnerschaften aufgerollt, andererseits soll die Vorstellung ausgewählter Erfolgsfaktoren eine konkrete Hilfestellung bei einer möglichst erfolgreichen Implementierung und Ausgestaltung dieser partizipativen und vertrauensorientierten Kooperationsform bieten. Darüber hinaus versteht sich der Beitrag als Plädoyer für eine gezieltere Inwertsetzung kollaborativer Governance-Ansätze, deren vielfältige Potenziale noch längst nicht ausgeschöpft sind.

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Multi-Akteurs-Partnerschaften im Kontext der Agenda 2030

  • Nicolai Scherle,
  • Estelle Herlyn

摘要

Um das 2020er-Jahrzehnt – das zur Decade of Action für die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) deklariert wurde – möglichst erfolgreich im Sinne der Agenda 2030 zu gestalten, ist ein deutlich stärkeres, vor allem konzertiertes Zusammenwirken verschiedener Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vonnöten. Multi-Akteurs-Partnerschaften, die konzeptionell dem sogenannten Partnership Paradigm verpflichtet sind, können einen zentralen Beitrag zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit der relevanten Akteure leisten. Im Rahmen des vorliegenden Beitrags soll primär für die wertvolle und nach wie vor sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der scientific community unterschätzte Rolle von Multi-Akteurs-Partnerschaften bei der langfristigen Transformation zu nachhaltigeren Lebensbedingungen sensibilisiert werden. Vor diesem Hintergrund wird einerseits das konzeptionelle Selbstverständnis von Multi-Akteurs-Partnerschaften aufgerollt, andererseits soll die Vorstellung ausgewählter Erfolgsfaktoren eine konkrete Hilfestellung bei einer möglichst erfolgreichen Implementierung und Ausgestaltung dieser partizipativen und vertrauensorientierten Kooperationsform bieten. Darüber hinaus versteht sich der Beitrag als Plädoyer für eine gezieltere Inwertsetzung kollaborativer Governance-Ansätze, deren vielfältige Potenziale noch längst nicht ausgeschöpft sind.