Vom Wandel einer Utopie
摘要
Im Lauf der fast sechs Jahrzehnte seit dem Start der allerersten Star Trek-Serie hat sich die utopische Vision des Franchise-Schöpfers Gene Roddenberry ganz erheblich gewandelt. Was schon mit der seinerzeit in Fankreisen recht kontrovers aufgenommenen dritten Star Trek-Realserie Deep Space Nine im Jahr 1993 seinen Anfang nahm, vollzog sich mit dem Kino-Reboot der klassischen Originalserie ab 2009 schließlich vollends: Aus der zeitgemäß bonbonfarbenen Zukunftszeichnung der 1960er-Jahre wurde ein zwar in weiten Teilen optimistisch gestimmtes, bisweilen aber auch deutlich düstereres und damit verbunden realistischer wirkendes Film- und TV-Universum. Dieser Prozess kulminierte endgültig in der Entwicklung des stets stark idealisiert gezeigten 24. Jahrhunderts aus Star Trek: The Next Generation hin zu der pseudo-dystopischen Welt, welche dem Publikum in Star Trek: Picard ab 2020 präsentiert wurde. Wie hat man insbesondere in der Star Trek-Fangemeinde, bei den Trekkies, diese tiefgreifende Wandlung der letzten Jahre aufgenommen und wie steht man dort zu den nunmehr veränderten und angepassten Gegebenheiten der einstmals perfekten Zukunftswelt?