Integrationsarbeit am Theater. Trojanisches Pferd der eigenen Relevanzbehauptung?
摘要
Im Kontext »Integration durch Kultureinrichtungen« tritt das öffentliche Theater als sozialer Akteur auf den Plan, der eine gesellschaftliche Funktion übernimmt. Dieses Aktivwerden fußt auf einem historisch gewachsenen Rollenbild. Gleichzeitig erfolgt es in einer komplexen Gemengelage wechselseitiger Abhängigkeitsverhältnisse. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, woraus sich das Selbstverständnis der Theater als Akteure im Integrationsprozess speist. Hierzu wird der Begriff „Integration“ aus der Theaterpraxis rekonstruiert und mit Bedeutung angereichert. Es wird deutlich, dass »Integration« als Grenzobjekt fungiert, welches zur Selbstverständigung und zur Darstellung der eigenen Relevanz der Theater fruchtbar gemacht wird.