Anlass des vorliegenden Beitrages/Symposiums ist der Abschluss eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes „UPD Lehm.1/2“ zur Entwicklung von UPD für DIN-gestützte Lehmbaustoffe im August 2022. Für dieses Symposium ausgewählt, befasst sich der Beitrag mit zwei im Lehmbau bisher wenig untersuchten Aspekten: der Bereitstellung von Baulehm und dem Rückbau/Recycling von Gebäuden aus/mit Lehmbaustoffen. Diese Aspekte bilden in einem Baustoffkreislauf „Lehm“ dessen Start- und Endpunkt. Durch eine Präzisierung des Begriffes „Baulehm“ können Stoffflüsse im Produktsystem genauer zugeordnet und damit Einsparpotenziale bei Ressourcenverbräuchen und Umweltauswirkungen nachgewiesen werden. Die Präzisierung des Begriffes „Recycling Lehmbaustoffe“ führt ebenfalls zur Möglichkeit der Reduzierung von Ressourcenverbrauch und schädlichen Umweltauswirkungen. Die als „Szenarien“ eingeführten Annahmen wurden im Labormaßstab auf ihre „Machbarkeit“ überprüft. Der „Praxisnachweis“ steht noch aus. Die „rechnerische“ Seite des Projektes umfasste die Darstellung der gem. DIN EN 15804 maßgebenden Parameter für die Stoffflüsse in einem Schema nach DIN EN 15942 und deren möglichen Transfer in das System ÖKOBAUDAT. Die Diskussion der in diesem Beitrag angesprochenen Aspekte steht noch ganz am Anfang. Vor dem Hintergrund der aktuellen umweltpolitischen Krisen erscheint sie aber hoch aktuell und muss durch weitere Aktivitäten fortgeführt werden. Dazu werden Vorschläge unterbreitet.

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Lehm im Baustoffkreislauf – Bauprodukte, Modelle, Rückbau und Recycling

  • Horst Schroeder,
  • Manfred Lemke

摘要

Anlass des vorliegenden Beitrages/Symposiums ist der Abschluss eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes „UPD Lehm.1/2“ zur Entwicklung von UPD für DIN-gestützte Lehmbaustoffe im August 2022. Für dieses Symposium ausgewählt, befasst sich der Beitrag mit zwei im Lehmbau bisher wenig untersuchten Aspekten: der Bereitstellung von Baulehm und dem Rückbau/Recycling von Gebäuden aus/mit Lehmbaustoffen. Diese Aspekte bilden in einem Baustoffkreislauf „Lehm“ dessen Start- und Endpunkt. Durch eine Präzisierung des Begriffes „Baulehm“ können Stoffflüsse im Produktsystem genauer zugeordnet und damit Einsparpotenziale bei Ressourcenverbräuchen und Umweltauswirkungen nachgewiesen werden. Die Präzisierung des Begriffes „Recycling Lehmbaustoffe“ führt ebenfalls zur Möglichkeit der Reduzierung von Ressourcenverbrauch und schädlichen Umweltauswirkungen. Die als „Szenarien“ eingeführten Annahmen wurden im Labormaßstab auf ihre „Machbarkeit“ überprüft. Der „Praxisnachweis“ steht noch aus. Die „rechnerische“ Seite des Projektes umfasste die Darstellung der gem. DIN EN 15804 maßgebenden Parameter für die Stoffflüsse in einem Schema nach DIN EN 15942 und deren möglichen Transfer in das System ÖKOBAUDAT. Die Diskussion der in diesem Beitrag angesprochenen Aspekte steht noch ganz am Anfang. Vor dem Hintergrund der aktuellen umweltpolitischen Krisen erscheint sie aber hoch aktuell und muss durch weitere Aktivitäten fortgeführt werden. Dazu werden Vorschläge unterbreitet.