Wer wie der vorliegende Sammelband die Schnittstellen (crossroads) von Philosophie und Management untersuchen möchte, tut gut daran, sich zunächst um eine die Sachanalyse vorbereitende begriffliche Klärung zu bemühen. In diesem Sinne präsentiert der folgende Beitrag sprachphilosophische Reflexionen, die – vor dem Hintergrund einschlägiger didaktischer Erfahrungen in diesem Bereich – einer begrifflichen Klärung des Themenfelds „Philosophie und Management“ zuarbeiten sollen. Im ersten Teil des Textes werden die semantische Vagheit und der vielfältige Anwendungsspielraum der Begriffe „Philosophie“ und „Management“ genauer erläutert, ehe der zweite Teil diskutiert, welche Kommunikationsbedingungen zu erfüllen und welche pragmatischen Präzisierungsstrategien einzusetzen sind, um eine für den jeweiligen Verwendungszusammenhang hinreichende Klärung der in „Philosophie und Management“-Kontexten relevanten Begriffe zu erzielen. Hierfür bezieht sich der Beitrag zum einen auf klassische sprachphilosophische Theoreme zumeist aristotelischer Provenienz (Analogie, pros hen-Relation, Definition via genus proximum und differentia specifica), zum anderen aber auch auf moderne sprachphilosophische Konzepte (insbes. von Ludwig Wittgenstein, Bernard Williams und H. P. Grice).

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Semantische Vagheit und pragmatische Präzisierung: sprachphilosophische Reflexionen zur begrifflichen Klärung des Themenfelds „Philosophie und Management“

  • Hartmut Westermann

摘要

Wer wie der vorliegende Sammelband die Schnittstellen (crossroads) von Philosophie und Management untersuchen möchte, tut gut daran, sich zunächst um eine die Sachanalyse vorbereitende begriffliche Klärung zu bemühen. In diesem Sinne präsentiert der folgende Beitrag sprachphilosophische Reflexionen, die – vor dem Hintergrund einschlägiger didaktischer Erfahrungen in diesem Bereich – einer begrifflichen Klärung des Themenfelds „Philosophie und Management“ zuarbeiten sollen. Im ersten Teil des Textes werden die semantische Vagheit und der vielfältige Anwendungsspielraum der Begriffe „Philosophie“ und „Management“ genauer erläutert, ehe der zweite Teil diskutiert, welche Kommunikationsbedingungen zu erfüllen und welche pragmatischen Präzisierungsstrategien einzusetzen sind, um eine für den jeweiligen Verwendungszusammenhang hinreichende Klärung der in „Philosophie und Management“-Kontexten relevanten Begriffe zu erzielen. Hierfür bezieht sich der Beitrag zum einen auf klassische sprachphilosophische Theoreme zumeist aristotelischer Provenienz (Analogie, pros hen-Relation, Definition via genus proximum und differentia specifica), zum anderen aber auch auf moderne sprachphilosophische Konzepte (insbes. von Ludwig Wittgenstein, Bernard Williams und H. P. Grice).