Roboter, Künstliche Intelligenz und Ingroup-Outgroup-Phänomene: Zwischen Akzeptanz und Diskriminierung
摘要
Robotertechnologien haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und die Einsatzmöglichkeiten von Robotern weiten sich kontinuierlich aus. Letzteres wird noch einmal durch die Verknüpfung von Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI) befördert, welche neue Formen der Mensch-Roboter-Interaktion möglich macht. In Zukunft ist dabei denkbar, dass Roboter Menschen nicht nur in verschiedenen Situationen unterstützen, sondern zu gesellschaftlichen Akteuren werden – möglicherweise gar zu Familienmitgliedern. Hieran zeigt sich, dass Robotertechnologien sowohl eine technische als auch dezidiert soziale Dimension haben, wobei letztere aufgrund der Zunahme an Mensch-Roboter-Interaktionen immer mehr an Relevanz gewinnt. Der vorliegende Beitrag widmet sich mit Rückgriff auf sozialpsychologische Argumentationsfiguren dem Verhältnis zwischen Mensch und Roboter in der Zukunft. Hierbei wird auf das hypothetische Szenario abgestellt, dass Menschen ein Bedürfnis nach sozialer Abgrenzung gegenüber Robotern entwickeln und es im Rahmen von gruppendynamischen Prozessen zur Abwertung oder gar Diskriminierung von Robotern durch Menschen kommt.