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Die erziehungswissenschaftliche Rezeption der Theorie der kategorialen Bildung

  • Manuel Hermes

摘要

In diesem Kapitel wird die dritte Forschungsfrage beantwortet. Diese Forschungsfrage lautet: „Wie wurde und wird die TkB erziehungswissenschaftlich rezipiert?“ Dazu werden aus einem umfangreichen Textkorpus drei Diskurse mit mehreren Diskurssträngen, die jeweils mehrere Diskursfragmente umfassen, rekonstruiert und detailliert dargestellt: (1) Der ideologisch-normative Diskurs konstituiert sich darüber, dass die Diskursteilnehmer die Theorie der kategorialen Bildung (TkB) aus einer ideologisch-normativen Perspektive heraus rezipieren beziehungsweise sich zu einer solchen ideologisch-normativen Rezeption äußern. Diese Perspektiven sind hier überwiegend politischer, aber auch – zu einem weitaus geringeren Anteil – religiöser Art. (2) Unter dem theoretisch-systematischen Diskurs werden all jene Diskursstränge und -fragmente subsumiert, die die TkB als Theoriekomplex und insofern „systematisch“ adressieren und dabei keine oder nicht primär eine normative Bewertung vor einem bestimmten weltanschaulichen Hintergrund vornehmen. (3) Der praxisbezogene Diskurs schließlich umfasst jene Diskursstränge und -fragmente, die den Praxisbezug und die Praxisrelevanz der TkB fokussieren. Ingesamt wird so eine vielschichtige, komplexe Diskurslage erschlossen, die zeigt, wie anregend die TkB für die Erziehungswissenschaft war und ist, und die die künftige Diskussion der TkB fundieren und motivieren kann.