Empirische Basis des Beitrags sind drei Untersuchungen der Autorin, die seit Ende der 1980er Jahre durchgeführt wurden. Gesetze, Regelwerke in Arbeits- und Bildungsorganisationen und betroffenen-freundliche Medienreaktionen sind zwar Zeichen eines diskursiven Wandels. Das Faktum Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt (SDG) und die Praxis im realen Fall bleiben aber konstant unbefriedigend. Die Beeinträchtigung der Betroffenen bleibt groß, die dafür Verantwortlichen spüren kaum Konsequenzen. Geschlechterdivergenzen in der Einschätzung von SDG und notwendigen Gegenmaßnahmen bleiben stabil. Zur theoretischen Einbettung dienen Aspekte des Forschungsgebiets Geschlecht und Organisation, wie „gendered substructure“, „Asymmetrische Geschlechterkultur“ und Neo-Institutionalismus, Bourdieus „heimliche Herrschaft“, und Aspekte der Männlichkeitsforschung.

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Thirty Years After. Ein Forschungsessay zur Historie von Sexualisierter Diskriminierung und Gewalt

  • Ursula Müller

摘要

Empirische Basis des Beitrags sind drei Untersuchungen der Autorin, die seit Ende der 1980er Jahre durchgeführt wurden. Gesetze, Regelwerke in Arbeits- und Bildungsorganisationen und betroffenen-freundliche Medienreaktionen sind zwar Zeichen eines diskursiven Wandels. Das Faktum Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt (SDG) und die Praxis im realen Fall bleiben aber konstant unbefriedigend. Die Beeinträchtigung der Betroffenen bleibt groß, die dafür Verantwortlichen spüren kaum Konsequenzen. Geschlechterdivergenzen in der Einschätzung von SDG und notwendigen Gegenmaßnahmen bleiben stabil. Zur theoretischen Einbettung dienen Aspekte des Forschungsgebiets Geschlecht und Organisation, wie „gendered substructure“, „Asymmetrische Geschlechterkultur“ und Neo-Institutionalismus, Bourdieus „heimliche Herrschaft“, und Aspekte der Männlichkeitsforschung.