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Schlussbetrachtung und Ausblick

  • Kathrin Schlenker

摘要

Dieses Kapitel präsentiert die theoretische Synthese des Buches. Es wird der Vorschlag einer Erweiterung der Blickrichtung bezüglich der Erscheinungsweise von Architektur skizziert. Im Rückgriff auf die theoretischen Setzungen und auf Basis der empirischen Studie wird ein heuristisches Gerüst architektursoziologischer Forschung entwickelt, wie sich die soziologisch-leibphänomenologische Beziehung von Mensch und Architektur begrifflich fassen, einordnen und programmatisch denken lässt. Der Vorschlag lautet: Architektur in ihrer Zweiheit als Baukörper und Bauleib zu begreifen. Während der begriffliche Ausdruck ‚Architektur als Baukörper‘ die sicht- und tastbare und somit verfügbare Dimension materieller Kultur betont, verweist die Aspektivität von Architektur als Bauleib auf potenzielle Erfahrungsdimensionen in einem sich aufspannenden Spektrum von Verfügbarkeit und Unverfügbarkeit. Architektur als Bauleib zu fassen, bedeutet Erscheinungs- und Wahrnehmungsweisen des gebauten Raumes zu berücksichtigen, die sich im Bereich des Flüchtigen, Atmosphärischen und Halbdinglichen bewegen und den Menschen in seinem Fühlen und körperleiblichen Befinden ansprechen. Die entwickelte Perspektive lässt sich als ein Vorschlag einordnen, Architektur mit anderen Augen zu sehen, zu bauen und zu spüren und bestenfalls mehr konzeptionellen (Spiel-)Raum für einen nachhaltigen und ökologischen Blick auf Architektur zu gewähren.