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Methodologische Reflexion und Fazit

  • Kathrin Schlenker

摘要

Architektur als körperräumliches und (im-)materielles Medium des Sozialen erfordert eine empirische Annäherung, so die grundlegende Haltung dieser Arbeit, welche die Körperlichkeit und Leiblichkeit des Menschen als grundlegende anthropologische Prämisse bereits in ihrem Ansatz konstitutiv mitdenkt, ernst nimmt und für die Sozialwissenschaften bestmöglich anschlussfähig macht. Empirisch gestützt durch die eigenen soziologisch-leibphänomenologischen Erhebungen und Forschungsergebnisse, werden im methodologischen Reflexions- und Schlussteil des Buches die entwickelten leibphänomenologischen Erhebungsinstrumente reflektiert und (weiterführende) methodologische und methodische Überlegungen entfaltet. Begreift man den Menschen mit Helmuth Plessner als ex¬zen¬trisch positioniertes Wesen, changieren die Selbstbeobachtung und das leibliche Spüren als körperleibliche Kompetenzen zwischen struktureller Selbstverborgenheit und Weltzugewandtheit. Der methodische Weg einer visuell-zeichnerischen Annäherung an die zwei Innenräume der untersuchten Bibliotheksgebäude war der Versuch, auf Basis einer punktuell vereinenden Perspektive von Schmitz und Plessner, den körperleiblichen und synästhetischen Raumerfahrungen im und durch das Bild, im Sinne einer körperleiblichen Ausdrucksmöglichkeit und spezifischen Wahrnehmungsform leiblicher Kommunikation, begegnen zu können und dabei sowohl die exzentrische Position des Menschen als auch den spürenden, pathischen Leib aus der Perspektive von Schmitz integrierend zu denken. Die Zeichnungen, so der Leitgedanke, geben Einblicke in Selbst- und Weltverhältnisse des Menschen als exzentrisch positioniertes Wesen und gleichzeitig eröffnen sie uns einen körperleiblichen Zugang zu atmosphärischen und gefühlsbezogenen Wahrnehmungs- und Erfahrungsräumen.