Methodisches Vorgehen, Forschungsfragen und theoretische Bezüge
摘要
Im Methodenkapitel dieser Arbeit werden die gewählten und entwickelten Methoden qualitativer Sozialforschung erläutert und auf Basis von Plessner und Schmitz soziologisch-leibphänomenologisch fundiert. Es wird der Versuch unternommen, eine theorieorientierte, leibphänomenologisch begründete Forschungspraxis im Feld der Architektursoziologie konsequent umzusetzen. Die empirische Studie spürt körperleiblichen Architekturerfahrungen und Wahrnehmungsformen leiblicher Kommunikation in der Beziehung von Mensch und Architektur nach. Sie interessiert sich für Beziehungen zwischen Selbst und (gebauter) Welt und für die damit einhergehenden Selbst-Weltverhältnisse. Sie geht der Frage nach, wie die Beziehung von Mensch und Architektur körperleiblich erfahren und ausgedrückt wird. Um diesem thematischen Anliegen in seiner Komplexität möglichst nah zu kommen, werden in methodischer Hinsicht verschiedene empirische Zugänge gewählt. Dazu werden leibphänomenologisch-soziologische Ansätze entwickelt (Selbstbeobachtung und Zeichnungen) und mit etablierten methodischen Zugängen kombiniert (Interviews und Fremdbeobachtungen). Neben der Vorstellung der empirischen Vorgehensweise wird im Methodenkapitel auch die ethnografische Haltung im Kontext einer leibphänomenologisch orientierten Architektursoziologie reflektiert und über Themen wie Subjektivität und leibliches Verstehen nachgedacht.