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Der finanzwissenschaftliche Rahmen

  • Nils Schrewe

摘要

In diesem Kapitel wird der finanzwissenschaftliche Rahmen der Arbeit aufgespannt. Innerhalb dieses Rahmens soll zum einen erörtert werden, wie die Subjektfigur des Traders in der ökonomischen Theorielandschaft konzipiert wird und welche Handlungspotentiale ihm bzw. dem Menschen im Allgemeinen auf diese Weise zugestanden werden. Zum anderen geht es allerdings auch darum, dezidiert zu beleuchten, auf welchen Grundannahmen die finanzwissenschaftlichen Überlegungen aufbauen. Um dies zu gewährleisten, erfolgt zunächst eine kontrastierende Gegenüberstellung der traditionellen Kapitalmarkttheorie und der Behavioral Finance, die gegenwärtig als die beiden zentralen Denkschulen gegenüber dem Finanzmarkt-Geschehen angesehen werden können (Olivier-Charron, 2017). Aufgrund dessen, dass in dieser Arbeit allerdings nicht nur verschiedene finanzwissenschaftliche Theorien einander gegenübergestellt, sondern auch interdisziplinär mit pädagogischen und methodologischen Theorien relationiert und somit in ein epistemologisches und kommensurables Wechselverhältnis gestellt werden sollen, beginnt dieses Kapitel nicht direkt mit der Darlegung der entsprechenden Theorien. Stattdessen wird den finanzwissenschaftlichen Überlegungen ein wissenschaftstheoretisches Unterkapitel vorgeschaltet, in dem insbesondere auf die historiographischen Überlegungen Thomas Kuhns eingegangen wird. Dieses Vorgehen findet seine Begründung in der Annahme, dass es für den Aufbau der kompletten Arbeit wichtig ist, bereits zu Beginn wissenschaftstheoretische Eckpfeiler zu erörtern und zu bestimmen, um großflächige Verbindungen und Vergleiche sowohl gegenüber den finanzwissenschaftlichen, aber auch den später folgenden bildungsphilosophischen Theorieeinschlägen herstellen zu können.