Narrative als Werkzeug der Landschaftsgestaltung – eine Annäherung
摘要
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Potentialen, Narrative in der Landschaftsgestaltung einzusetzen. Im ersten Teil widmet sich eine theoretische Annäherung dem Spezifischen des Begriffs Narrativ. In einem kurzen Abriß wird gezeigt, dass kulturelle Schemata im Sinne der kognitiven Anthropologie und kulturelle Attraktivität zwei zentrale Dimensionen des Begriffs Narrativ sind. Im zweiten Teil wird die praktische Eignung der theoretischen Betrachtungen geprüft. Zunächst werden Beispiele aus der wirtschaftlichen Praxis angeführt. In der Propaganda werden Narrative seit langer Zeit genutzt. Diese erweitern das Verständnis von Schemata und kultureller Attraktivität. Auf dieser Grundlage kann am Beispiel des Projektes NaTourHuKi gezeigt werden, daß der Rückgriff auf kulturell attraktive Schemata von Landschaft die Landschaftsgestaltung anleiten kann. Die Übertragung von Wissensbeständen des kulturellen Gedächtnisses auf aktuelle Aufgaben, kann von der Gruppe der Verantwortlichen explizit und von der Gruppe der Erholungsuchenden implizit genutzt werden, um das Narrativ permanent zu aktualisieren. Narrative helfen entsprechend, sich einen Begriff von kulturellen Prozessen zu machen und die eigenen Praktiken daran auszurichten.