Ein Leitfaden zur Berücksichtigung von ESG-KPIs in Earn-out Klauseln
摘要
Earn-out Klauseln in Unternehmenskaufverträgen werden eingesetzt, um unterschiedliche Kaufpreisvorstellungen zu überbrücken. Um diese in Einklang zu bringen, wird der Kaufpreis in einen festen und einen variablen Teil aufgeteilt. Der feste Teil wird sofort gezahlt, der variable Teil hängt von der Erreichung zukünftiger Ziele (KPIs) ab. Diese Ziele sind oft finanzielle Kennzahlen wie EBIT(DA) oder Umsatz. Mit zunehmender Bedeutung nicht-finanzieller Kennzahlen können auch ESG-KPIs (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) in Earn-out Klauseln integriert werden. Der Verkäufer kann damit an ihn gestellte Anforderungen begegnen, zum Beispiel um sich vor Greenwashing-Vorwürfen zu schützen, regulatorischen Anforderungen zu begegnen oder eine nachhaltige Unternehmensführung zu fördern. Entscheidend für die Umsetzbarkeit von ESG KPIs ist eine präzise Definition der KPIs und die Berücksichtigung der Interessen beider Parteien. Schutzmechanismen für Verkäufer und Käufer sowie die Ermittlung des Status-Quo und der Zielerreichung sind wichtig, um Streitigkeiten zu vermeiden. Die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung wird die Nutzung von ESG-KPIs in Earn-out Klauseln fördern.