„Am Ende ist der Leistungssport ein Unterhaltungsgeschäft“ – Ein Gespräch mit Zehnkämpfer Niklas Kaul
摘要
Der technische Fortschritt ermöglicht Sportler:innen, über Social Media eigene Akzente zu setzen. Athlet:innen übernehmen die klassische Gatekeeping-Rolle (Schulz, W. (2014). Nachricht. In E. Noelle-Neumann, J. Wilke und W. Schulz (Hrsg.). Fischer Lexikon Publizistik Massenkommunikation, 2. Aufl. Frankfurt a. M.: Fischer, S. 359–396., S. 387), die früher nur den Medien vorbehalten war. Die Sportler:innen entscheiden also selbst, welche Inhalte den Weg in die Öffentlichkeit finden dürfen und welche nicht. Vorausgesetzt, sie verwalten auch eigens ihren Account. Auch der direkte Austausch mit dem Publikum ist in den sozialen Medien möglich. All das kann Fluch und Segen zugleich sein. Durch die Bühne „Social Media“ lässt sich die eigene Sichtbarkeit verstärken, die zu einer weitläufigen Netzprominenz führen kann (Detel, H. (2017). Netzprominenz. Entstehung, Erhaltung und Monetarisierung von Prominenz im digitalen Zeitalter. Köln: von Halem., S. 120). Allerdings sind die Sportler:innen auch direkten Anfeindungen auf ihren Kanälen ausgesetzt. Der deutsche Weltklasse-Zehnkämpfer Niklas Kaul erläutert im Interview mit Herausgeberin Jana Wiske seine Erfahrungen und spricht im folgenden Kapitel über seine Aktivitäten auf Social Media, erklärt Beweggründe und Systematiken, die hinter Veröffentlichungen stecken – und warum ihn Beschimpfungen in den Kommentaren kalt lassen.