Sportberichterstattung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte im regionalen Medienhaus
摘要
„Runter von den Tribünen, hin zu den Athleten“ – dieses Motto hat mehrere Generationen von Sportreporter:innen in den vergangenen Jahrzehnten beeinflusst. Wobei, sind wir ehrlich: Eine ganze Zeit lang brauchte man in dieser Branche Genderschreibweisen kaum zu nutzen, so groß war die Dominanz der Männer. Es ist nicht der einzige Wandel, den dieser Beruf durchlebt. Distanzierte Berichterstattung ist out – die Menschen stehen jetzt im Zentrum. Aktuell erfährt dieser Trend sogar eine Zuspitzung und wird auf immer mehr Kanäle verstreut: Podcasts, Liveticker, Videoblogs, Streams, Storys, Reels – längst gehören Sportreporter:innen nicht mehr nur zur schreibenden Zunft. Unter dem Druck sinkender Auflagenzahlen und damit auch sinkender Einnahmen findet in vielen regionalen Medienhäusern ein rasanter Wandel statt. Getrieben wird er von der Suche nach einem Weg, massive Auflagenverluste der Printprodukte digital aufzufangen – einhergehend mit starken Veränderungen in den Produktionsprozessen sowie teils enormen Einsparungen. Und dann wäre da noch die „neue Konkurrenz“. Sportler:innen, Vereine und Verbände nutzen verstärkt ihre eigenen Kanäle, um die Berichterstattung über sich zu steuern und die Deutungshoheit zu behalten. Und so stellen sich immer häufiger Fragen wie diese: Wie verändern Sportreporter:innen regionaler Medienhäuser Arbeitsprozesse oder die Art der Berichterstattung, um die Leser:innen zu erreichen? Wie erschließen sie sich neue, jüngere Zielgruppen? Und vor allem: Welche Formate sind digital erfolgreich?