Die Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft als Teil der Weltgesellschaft ist ein politisch-ökonomisches Programm, das in einer Vielzahl von Dimensionen ökologische und soziale Ziele definiert und verbindlich macht. Der Orientierungswechsel von quantitativen zu qualitativen Entscheidungsparametern und Erfolgsgrößen, den der Weg in eine Quality Economy erfordert, erhält dadurch einen erheblichen Schub; zugleich kann die ökologische, auf die Begrenzung des Klimawandels gerichtete Dimension der Nachhaltigkeitstransformation geradezu als existenzielle Bedingung einer künftigen Quality Economy beschrieben werden. An Unternehmen werden in diesem Kontext erhebliche Anforderungen gestellt, ihren Gestaltungsmöglichkeiten und ihrer Wirkungsmacht entsprechende Transformationsbeiträge zu leisten. Diese Anforderungen erzeugen teilweise Zielkonflikte mit den finanziellen Existenz- und Erfolgsbedingungen von Unternehmen und erhöhen damit die Komplexität ohnehin anspruchsvoller Entscheidungssituationen der Unternehmensleitungen weiter. Der Blick auf Unternehmen als soziale Systeme und auf die ihnen eigene Operationslogik wirtschaftlicher Entscheidungen macht die Verhältnisse durschaubar und entschärft die Konfliktlagen. Der Beitrag umreißt die Bedingungen und Möglichkeiten der Einordnung von Nachhaltigkeitszielen in unternehmerische Entscheidungsprogramme und den Einfluss anderer Marktteilnehmer sowie der Politik auf diese Entscheidungen. Der systemtheoretische Problemzugang ermöglicht schließlich aus der Eigenlogik und letztlich im Eigeninteresse von Unternehmen einen pragmatischen Vorschlag zur Entwicklung nachhaltigkeitsorientierter Handlungsprogramme.

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Operationsbedingungen der Nachhaltigkeitstransformation von Unternehmen – eine systemtheoretische Skizze und ein Vorschlag

  • Tobias Schulz-Isenbeck

摘要

Die Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft als Teil der Weltgesellschaft ist ein politisch-ökonomisches Programm, das in einer Vielzahl von Dimensionen ökologische und soziale Ziele definiert und verbindlich macht. Der Orientierungswechsel von quantitativen zu qualitativen Entscheidungsparametern und Erfolgsgrößen, den der Weg in eine Quality Economy erfordert, erhält dadurch einen erheblichen Schub; zugleich kann die ökologische, auf die Begrenzung des Klimawandels gerichtete Dimension der Nachhaltigkeitstransformation geradezu als existenzielle Bedingung einer künftigen Quality Economy beschrieben werden. An Unternehmen werden in diesem Kontext erhebliche Anforderungen gestellt, ihren Gestaltungsmöglichkeiten und ihrer Wirkungsmacht entsprechende Transformationsbeiträge zu leisten. Diese Anforderungen erzeugen teilweise Zielkonflikte mit den finanziellen Existenz- und Erfolgsbedingungen von Unternehmen und erhöhen damit die Komplexität ohnehin anspruchsvoller Entscheidungssituationen der Unternehmensleitungen weiter. Der Blick auf Unternehmen als soziale Systeme und auf die ihnen eigene Operationslogik wirtschaftlicher Entscheidungen macht die Verhältnisse durschaubar und entschärft die Konfliktlagen. Der Beitrag umreißt die Bedingungen und Möglichkeiten der Einordnung von Nachhaltigkeitszielen in unternehmerische Entscheidungsprogramme und den Einfluss anderer Marktteilnehmer sowie der Politik auf diese Entscheidungen. Der systemtheoretische Problemzugang ermöglicht schließlich aus der Eigenlogik und letztlich im Eigeninteresse von Unternehmen einen pragmatischen Vorschlag zur Entwicklung nachhaltigkeitsorientierter Handlungsprogramme.