Der Weg zur Entsendung der Abgeordneten aus Siebenbürgen in den österreichischen Reichsrat 1863–1865
摘要
Die Zeit von 1863 bis 1865 hat sich als eine der Reformen und der Integration Siebenbürgens in das Gefüge der österreichischen Gesamtmonarchie erwiesen. Die traditionelle vertretende Versammlung des Kronlandes Siebenbürgen war der Landtag, der sich von einer adligen Ständeversammlung zu einer breiteren Vertretung gewandelt und 1863 Abgeordnete in den Wiener Reichsrat entsendet hat. Der wichtigste Aspekt in der Beziehung Siebenbürgens zur Monarchie war die „ungarische Frage“, die die Entwicklungen ab dem 18. Jahrhundert und bis zum Ausgleich maßgeblich geprägt hat. Der Weg zur Beschickung des Reichsrates war somit ein schwieriger und die zentralistisch gesinnten leitenden Persönlichkeiten mussten viele Hürden überwinden. Als Grundlage der Neuordnung nach der Revolution der Jahre 1848-1849 galten das „Oktober-Diplom“ und das „Februar-Patent“, deren Bestimmungen von der ungarischen Partei nicht akzeptiert wurden. Ihre Vertreter haben den Landtag in Sibiu im Jahr 1863 boykottiert und verfolgten die Politik der Vereinigung Siebenbürgens mit Ungarn. Die Entsendung der Abgeordneten in das Abgeordnetenhaus des Wiener Reichsrats kann als ein Erfolg des siebenbürgischen Landtags, aber auch der Politik des Liberalismus der Sechzigerjahre in Siebenbürgen gewertet werden.