Die Emische Foltertheorie als Interdiskurs
摘要
Das Kapitel schließt unmittelbar an das vorangegangene Kapitel an und rekonstruiert die 'emische Foltertheorie' der CIA. Mit diesem Begriff bezeichne ich die erstaunlich explizite Konzeptualisierung von Folter im War on Terror. Hierzu analysiere ich in diesem Kapitel den innerbehördlichen Diskurs der CIA sowie zwischen dem US-Justizministerium und der CIA bei der Etablierung des CIA-Folterprogramms hinsichtlich des eingesetzten Wissens. Ich verstehe die emische Foltertheorie als 'Interdiskurs' (Link), weil Wissen aus den Diskursfeldern Recht, Medizin, Geheimdienst und Psychologie so konstelliert wird, dass es die CIA-Folter als legitime Praxis konstruiert. Die emische Foltertheorie teile ich in folgende Dimensionen auf: Akteurspositionierung der Gefolterten sowie des Personals, Körperzugriffe bzw. Foltertechniken sowie organisationale Zielsetzungen.