Methodisches Vorgehen I: Theoretische Zugänge
摘要
Leiblicher Schmerz ist nicht direkt kommunizierbar. Daher stellt sich die Frage, wie er und andere leibliche Erfahrungen in sozialwissenschaftlicher Erforschung von Folter beschreibbar gemacht und in empirische Analysen einbezogen werden können. Dieses Problem wird noch dadurch verstärkt, dass der Zugang zu Folter nur indirekt ist. Zum anderen stellt sich die forschungsethische Frage, wie mit einem solch sensiblen Thema umgegangen werden sollte, insbesondere, wenn man empirisch auf Foltersituationen schauen möchte und nicht nur auf legitimierende Diskurse. In diesem Kapitel lege ich dar, wie ich diesen Problemen begegnet bin, und stelle meinen methodischen Zugang im Stil der Grounded Theory und Situationsanalyse vor.