Schluss
摘要
Folter ist unmenschlich und menschlich zugleich: unmenschlich im normativen Sinne, weil sie eine Normverletzung humanistischer Verhaltenserwartungen und Rechte darstellt, das heißt: Menschen nicht so behandelt werden, wie es unsere humanistische Kosmologie vorsieht. Menschlich ist Folter, weil sie von Menschen an Menschen vollzogen wird. Sie besteht aus Situationskonstellationen und -verkettungen, die organisational auf das Erzeugen von severe pain and suffering der Gefolterten hin strukturiert werden und eine kaum überbietbare Asymmetrie herstellen. Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und diskutiert insbesondere die Verkettung und Dezentralität von Folter, die Psychologisierung moderner Folter, die Frage nach dem Interaktionscharakter und der extremen Asymmetrie von Folter sowie die Rolle von Sichtbarkeiten und Unsichtbarkeiten.