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Regel als Folter: Gefängnisalltag und die Rolle der guards

  • Max Breger

摘要

Das Kapitel behandelt den Gefängnisalltag in Guantánamo mit seinen strikten Regeln als Teil der Folter und diskutiert die besondere Rolle der guards. Dabei führe ich die These der Dezentralität der Foltergewalt weiter. Denn wie die raumzeitlichen Übergänge im vorangegangenen Kapitel war auch der Alltag außerhalb der Verhöre in den – vor allem militärisch-kontrollierten – Folterorten elementarer Bestandteil der Foltererfahrungen der Gefangenen. Der hierarchisch niedrigen Akteursgruppe der guards kommt dabei deshalb eine große Bedeutung zu, weil sie alltäglich mit den Gefangenen interagierte und als die primäre Vermittlerin der organisationalen Interessen auftrat. Nicht nur hielt sie durch Bewachung der Insassen und Nahrungsvergabe die Gefangenschaft aufrecht. Sie beteiligte sich auch unmittelbar an der Folter, indem sie ein konditionierendes Privilegiensystem durchsetzte und Strafgewalt ausführte.