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Einleitung

  • Max Breger

摘要

Das Kapitel leitet in die Problemstellung des Buches ein: Foltersituationen als eine spezifische Form von sozialen Situationen, die durch extreme Gewalt und Asymmetrie geprägt sind. Als empirischer Fall dient die Folter durch den US-Geheimdienst CIA und Teile des US-Militärs im sogenannten War on Terror gegen Al-Qaida und die Taliban infolge der Terroranschläge vom 11. September 2001. Anhand des US-Folterkomplexes als ein Beispiel für moderne Folter durch liberal-demokratisch verfasste Staaten verfolgt das Buch folgende Leitfragen: Wie konstituieren verschiedene Elemente wie Menschen, Organisationen, Artefakte und räumlich-zeitliche Strukturen soziale Situationen als Foltersituationen? Welche Verflechtungen von (diskursivem) Wissen sind dabei relevant; Wissen etwa über ‚effektive‘ Verletzung, vermeintliche Eigenarten der zu folternden Feinde und rechtliche Normen? Inwieweit erleben sich Gefolterte als handlungsfähige Subjekte und inwieweit werden sie als solche adressiert?