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Die Marginalität des Herkunftssprachlichen Unterrichts und Lehrpersonals aus der Perspektive verschiedener Bildungsakteur*innen: ein migrationspädagogisches Spannungsfeld in Italien

  • Barbara Gross

摘要

Die Förderung von und der Unterricht in der Herkunftssprache können einen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit, zum Bildungserfolg von Heranwachsenden und deren psychosoziale Entwicklung leisten. In Italien ist der Herkunftssprachliche Unterricht nicht curricular verankert, obgleich bildungspolitische Richtlinien die Förderung von sprachlicher Diversität propagieren. Es werden deshalb Maßnahmen und Initiativen an öffentlichen Bildungsinstitutionen implementiert und sporadischer Herkunktssprachlicher Unterricht in einigen Territorien angeboten. Dieser Beitrag stellt Ergebnisse aus einer Fallstudie zum Herkunftssprachlichen Unterricht in einer Provinz in Italien vor; aus einer migrationspädagogischen Perspektive wird den Fragen nachgegangen, über welche Qualifikationen und Fortbildungsmöglichkeiten die Lehrpersonen des Herkunftssprachlichen Unterrichts verfügen, unter welchen Bedingungen sie arbeiten und welche Rolle der Herkunftssprachliche Unterricht und das Lehrpersonal der Herkunftssprachen in der Förderung von Bildungsgerechtigkeit spielen. Dazu wurden halbstrukturierte Interviews mit verschiedenen Bildungsakteur*innen durchgeführt und anhand einer strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Herkunftssprachen, der Herkunftssprachliche Unterricht und ihre Lehrpersonen eine marginalisierte Position in öffentlichen Bildungsinstitutionen einnehmen. Damit einhergehen Benachteiligungen für Lernende, die eine andere als die amtlich anerkannten, prestigereichen und im Schulsystem gelehrten Sprachen sprechen.