Zeiten.Wenden – ein Versuch
摘要
Man möchte den Begriff „Zeitenwende“ eigentlich nicht mehr benutzen, zu oft geschieht das im politischen Raum beschwörend, aber zu oft auch folgenlos, halbherzig oder widersprüchlich – und inzwischen ja auch vermehrt im Plural. Die „Polykrise“ erfordert ein Ausbrechen aus der Planungsroutine. Die Bedeutung situativer Stadtentwicklungsprozesse wird anhand von Thesen zur Diskussion gestellt: 1. Gesellschaft und Gemeinschaft müssen neu verhandelt werden. 2. Die Poly-Krise braucht Poly-Wenden. 3. Wir müssen uns ändern. 4. Inter- und transdisziplinäre Kompetenzen müssen in der Praxis erlernt werden. 5. Fachliche Kompetenz braucht Selbst-Reflexion und Selbst-Bewusstsein. 6. Vertrauen ist eine unterschätzte Komponente der Stadtentwicklung. 7. Vertrauen bedarf plausibler und akzeptierter Narrative. 8. Es braucht eine Universität der Möglichkeiten. 9. Situatives De- und Re-Regulieren sollte Programm werden. Ein Plädoyer für noch mehr experimentelle Reallabore und eine Renaissance des „Perspektivischen Inkrementalismus“, damit die notwendigen Lernprozesse stattfinden und zukunftsfähige Lösungen gefunden werden können. Zeiten wenden von unten.