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Über die Schwierigkeiten, mit amtlicher Statistik Aussagen über internationale Migration in Deutschland zu machen

  • Gabriele Sturm

摘要

Für empirische Analysen der Sozialstruktur einer Gesellschaft werden in der Regel auch die Daten der amtlichen Statistik eingebunden. In modernen Nationalstaaten interessieren im Hinblick auf Migration bzw. Wanderungsverflechtungen folglich Indikatoren, die Rückschlüsse über regionale oder sprachräumliche oder kulturelle Herkunft der ortsansässigen Bevölkerung ermöglichen. Derartige Indikatoren können unterschiedlich gebildet werden, bedürfen jedoch immer einer die Bevölkerung nach definierten Kriterien repräsentierenden Datensammlung. In der Bundesrepublik Deutschland bilden unter anderen die kommunalen Register eine solche Grundlage. Während der vergangenen 75 Jahre wurden – je nach politischem Interesse – verschiedene Indikatoren zur Darstellung der „internationalen“ Zusammensetzung der Bevölkerung generiert. Im Beitrag werden drei Indikatoren beispielhaft diskutiert: Ausländer, Bevölkerung mit Migrationshintergrund und Schutzsuchende. Dabei zeigt sich, dass eine Reflexion der Entstehungszusammenhänge der Begriffe hilft, die Vor- und Nachteile sowie die Reichweite von Sekundäranalysen mit diesen Indikatoren auszuloten.