Demokratisierung der Machtverhältnisse. Zur politischen Rolle der Sozialen Arbeit
摘要
Es besteht ein weitgehendes Einvernehmen, dass Soziale Arbeit eine politische Rolle wahrnimmt, respektive sich in einem politischen Kontext bewegt. Meistens wird der Punkt unter dem Aspekt des doppelten Mandats oder der zur bearbeitenden sozialen Frage diskutiert. Der vorliegende Beitrag unternimmt den Versuch, das Politische der Sozialen Arbeit hinsichtlich der Demokratisierung der Macht in gesellschaftlichen Verhältnissen und in Anlehnung an die anarchistische Position David Graebers zu diskutieren. Im Vordergrund steht dabei die Annahme einer spezifischen normativen Position Sozialer Arbeit, die sich im Zusammenhang mit einer kapitalistischen Gesellschaft immer mit inhärenten Widersprüchen konfrontiert sieht und gleichzeitig an einer demokratisch gestaltbaren Gesellschaft festhält. Dabei werden drei Thesen diskutiert, die sich erstens auf den Aspekt der Sorge umeinander als Grundlage einer gerechteren Gesellschaft beziehen, zweitens die Bedeutung einer materialistischen Perspektive auf die Arbeitsgesellschaft hervorheben und drittens das spezifisch Politische im Anarchismus Graebers als normativer Orientierungspunkt einer sich kritisch verstehenden Sozialen Arbeit beleuchten.