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Schlüsselwerke für die strategische Kommunikationsforschung. Eine Einleitung

  • Olaf Hoffjann,
  • Swaran Sandhu

摘要

Schlüsselwerk-Bände stellen immer den Versuch einer Kanonisierung dar. Das Versprechen lautet, möglichst viele relevante Werke eines Forschungsfeldes zu berücksichtigen. Das provoziert (zum Glück) vielerorts Kritik: Warum sollen die Werke A und B wichtig sein? Und warum fehlen die Werke X, Y und Z? Im Zentrum dieser Kritik stehen völlig zu Recht die Herausgeber*innen und ihre Auswahlentscheidungen. Angesichts der Vielzahl der mittlerweile vorliegenden Schlüsselwerk-Bände würde man schon eine Inhaltsanalyse zu den Begründungen und Methoden zur Auswahl von Schlüsselwerke erwarten – vielleicht gibt es sie schon längst. Ein Satz wird wohl in ähnlicher Form in einer jeden Einführung zu finden sein: „Die Herausforderung bei der Auswahl von Schlüsselwerken besteht darin, dass es kein eindeutiges Kriterium dafür gibt, welche Bücher und Artikel als Schlüsselwerke betrachtet werden können und welche nicht“ (Kühl 2015, S. 19). Das gilt auch für diesen Band. Diese Auswahl der Schlüsselwerke ist nur eine von vier Entscheidungen, die in dieser Einführung begründet werden und die sich direkt aus dem Titel „Schlüsselwerke für die strategische Kommunikationsforschung“ dieses Bandes ergeben. Zu benennen ist erstens das Forschungsfeld, also das Verständnis von strategischer Kommunikation. Wie zu zeigen sein wird, hängt von diesem Verständnis ab, welche Diskurse und damit welche Schlüsselwerke überhaupt in Betracht kommen. Zweitens ist der Begriff der strategischen Kommunikationsforschung begründungspflichtig. Drittens ist zu begründen, warum dieser Band nicht „Schlüsselwerke der strategischen Kommunikationsforschung“, sondern „Schlüsselwerke für die strategische Kommunikationsforschung“ heißt. All das ist die Voraussetzung, um schließlich viertens die Frage nach den Auswahlkriterien und dem Auswahlprozess der in diesem Band vorgestellten Schlüsselwerke zu erläutern – und damit zur Diskussion zu stellen.