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Von Donald Schöns Krise Professionellen Wissens zur Verwissenschaftlichung des Designens und der Design Lehre. Methodik als Ersatz für Kreativität?

  • Michael Hohl

摘要

Seit der Umsetzung der Beschlüsse von Bologna hat die Zahl der Publikationen aus Designwissenschaften stetig zugenommen. Schöns Krise des Professionellen Wissens scheint überwunden. Das Designen sowie dessen Lehre werden wissenschaftlicher und akademischer. Gleichzeitig ist auch eine Art Verwissenschaftlichung der Designpraxis sowie der Designlehre zu beobachten. Zunehmend werden Theorie und Methodik, systematisch und methodisch, Top-Down, auf Praxis angewandt und gelehrt. Doch das Designen lernt man nicht aus Büchern. Methodik scheint zum Ersatz für Kreativität zu werden. Vor dieser ‚technischen-Rationalität‘, der Anwendung von Theorie auf Praxis, warnte 1983 bereits Donald Schön, und betonte das das reflektive Designen selbst, als erprobte und zielführende Art des Denkens und Handelns, ausreichend sei. Hinzu kommt die beschleunigte technologische Entwicklung, technologie-geleitete Designprojekte, die oft die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und teils Methoden aus anderen Disziplinen wie den Neurowissenschaften, Wahrnehmungspsychologie und Sozialwissenschaften erfordern. Wie relevant sind die Erkenntnisse der Designwissenschaften in Lehre und Praxis?