Das Projekt InnaMoRuhr verfolgte das Ziel, nachhaltige Mobilitätskonzepte im Universitätskontext zu erforschen und diese dann im Realbetrieb zu erproben, was eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellte. Zu Beginn des Projekts 2020 war zunächst ein E-Shuttle-Service zwischen den Universitätsstandorten geplant, doch die Corona-Pandemie und der geringe Bedarf an solchen Diensten führten dazu, dass die Idee überdacht wurde. Stattdessen wurden im Herbst 2021 auf Basis einer Befragung aller Universitätsangehörigen gemeinsam mit diesen in einem partizipativen Prozess neue Mobilitätslösungen erarbeitet und 2022 in einem Reallabor umgesetzt. Dieses beinhaltete drei Realexperimente: Einen Fahrrad-Hub an der TU Dortmund, ein E-Carsharing-Angebot an der Ruhr-Universität Bochum und ein Mobilitätsbudget an der Universität Duisburg-Essen. Der Fahrrad-Hub ermöglichte die Nutzung von Fahrradabstellanlagen, Leihrädern und Reparaturdiensten, wobei die Auslastung und das Nutzerfeedback positive Rückmeldungen gaben, aber auch Wünsche nach dezentraleren Anlagen aufkamen. Das E-Carsharing-Projekt an der RUB bot Elektroautos, die vor allem zur Verbindung von Universitätsstandorten und nahegelegenen Bahnhöfen genutzt wurden. Es zeigte sich, dass das Angebot gut angenommen wurde, insbesondere von Nutzer:innen, die erstmals Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen machten. Beim Mobilitätsbudget konnten die Teilnehmer:innen flexibel verschiedene nachhaltige Verkehrsmittel nutzen, wobei der Großteil der Fahrten mit E-Scootern und dem öffentlichen Nahverkehr durchgeführt wurde. Insgesamt waren die Nutzer:innen größtenteils zufrieden, die Realexperimente förderten zudem intermodale Verkehrsmuster. Unterstützt wurden die Experimente durch die InnaMoRuhr-App, die als Mobilitätsplaner und Mobilitätstagebuch diente, um Daten zu sammeln und Nutzerfeedback zu integrieren. Die Auswertungen der Experimente dokumentierten veränderte Mobilitätsmuster, wie den Rückgang des Pkw-Verkehrs bei Nutzung des E-Carsharing-Services. Zudem zeigte sich, dass die App das Potenzial hätte, nachhaltige Mobilitätsgewohnheiten durch sanfte Anreize zu fördern.

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Das Reallabor als Testfeld nachhaltiger Mobilität

  • Kay Kohaupt-Cepera,
  • Elvira Domracev,
  • Marcus Handte,
  • Sebastian Hoffmann,
  • Luca Husemann,
  • Lisa Drees,
  • Pedro José Marrón,
  • Marlon Philipp,
  • Timo Leontaris,
  • Michael Roos,
  • Marvin Siegmann,
  • Constantinos Sourkounis,
  • Philipp Spichartz,
  • Sebastian Willen,
  • Johannes Weyer,
  • Heike Proff

摘要

Das Projekt InnaMoRuhr verfolgte das Ziel, nachhaltige Mobilitätskonzepte im Universitätskontext zu erforschen und diese dann im Realbetrieb zu erproben, was eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellte. Zu Beginn des Projekts 2020 war zunächst ein E-Shuttle-Service zwischen den Universitätsstandorten geplant, doch die Corona-Pandemie und der geringe Bedarf an solchen Diensten führten dazu, dass die Idee überdacht wurde. Stattdessen wurden im Herbst 2021 auf Basis einer Befragung aller Universitätsangehörigen gemeinsam mit diesen in einem partizipativen Prozess neue Mobilitätslösungen erarbeitet und 2022 in einem Reallabor umgesetzt. Dieses beinhaltete drei Realexperimente: Einen Fahrrad-Hub an der TU Dortmund, ein E-Carsharing-Angebot an der Ruhr-Universität Bochum und ein Mobilitätsbudget an der Universität Duisburg-Essen. Der Fahrrad-Hub ermöglichte die Nutzung von Fahrradabstellanlagen, Leihrädern und Reparaturdiensten, wobei die Auslastung und das Nutzerfeedback positive Rückmeldungen gaben, aber auch Wünsche nach dezentraleren Anlagen aufkamen. Das E-Carsharing-Projekt an der RUB bot Elektroautos, die vor allem zur Verbindung von Universitätsstandorten und nahegelegenen Bahnhöfen genutzt wurden. Es zeigte sich, dass das Angebot gut angenommen wurde, insbesondere von Nutzer:innen, die erstmals Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen machten. Beim Mobilitätsbudget konnten die Teilnehmer:innen flexibel verschiedene nachhaltige Verkehrsmittel nutzen, wobei der Großteil der Fahrten mit E-Scootern und dem öffentlichen Nahverkehr durchgeführt wurde. Insgesamt waren die Nutzer:innen größtenteils zufrieden, die Realexperimente förderten zudem intermodale Verkehrsmuster. Unterstützt wurden die Experimente durch die InnaMoRuhr-App, die als Mobilitätsplaner und Mobilitätstagebuch diente, um Daten zu sammeln und Nutzerfeedback zu integrieren. Die Auswertungen der Experimente dokumentierten veränderte Mobilitätsmuster, wie den Rückgang des Pkw-Verkehrs bei Nutzung des E-Carsharing-Services. Zudem zeigte sich, dass die App das Potenzial hätte, nachhaltige Mobilitätsgewohnheiten durch sanfte Anreize zu fördern.