Die Nachhaltigkeitstransformation kann nur gelingen, wenn Universitäten aufgrund ihrer Menge verursachten Verkehrs einen Beitrag leisten. Insbesondere müssen hierfür Alternativen zum privaten Pkw gestärkt werden, die denselben Komfort wie eine Tür-zu-Tür-Verbindung bieten. Die soziale und politische Erwünschtheit nachhaltiger und integrierter Mobilitätsangebote zeichnet sich daher immer mehr ab. Insbesondere werden Studierende bei diesen Dienstleistungen gesondert angesprochen, da sie offener gegenüber neuen Technologien sind und sie noch mit Mobilitätsangeboten experimentieren, da sie noch kein gefestigtes Mobilitätsverhalten aufweisen. Aus Sicht der Unternehmen sind sie außerdem eine wichtige Zielgruppe aufgrund des prophezeiten höheren Einkommens nach Erreichen des akademischen Abschlusses. Jedoch ist eine Untersuchung des Umsatzpotenzials, insbesondere der Zahlungsbereitschaft, von integrierten Mobilitätspaketen für Studierende bisher noch nicht erfolgt. Ziel dieses Beitrags ist es daher, die Präferenzen von Studierenden bezüglich integrierter Mobilitätsangebote zu erfassen, um das Umsatzpotenzial abzuschätzen. Diese Abschätzung erfolgte auf Basis einer adaptiven auswahlbasierten Conjoint-Analyse, die im Frühjahr 2021 von 1165 Studierenden in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen beantwortet wurde. In dieser Analyse wurden die Mobilitätsangebote On-Demand E-Shuttles, Car-Sharing, Bike-Sharing sowie E-Scooter-Sharing aufgenommen. Das geschätzte hierarchische Bayes-Modell erreichte eine Anpassungsgüte von 0,617. Insbesondere war die relative Bedeutung des Preises sehr hoch (69,9 %), gefolgt von Bike-Sharing (9,6 %). Die durchschnittliche monatliche Zahlungsbereitschaft für ein integriertes Mobilitätsangebot lag bei 26,81 €. Die Diversifizierung des Angebots, etwa durch zwei unterschiedliche Mobilitätspakete, kann das Umsatzpotenzial steigern. E-Scooter-Sharing war allerdings in keinem der Mobilitätspakete enthalten. (Dieses Buchkapitel basiert auf folgendem veröffentlichten Beitrag: Kraus, L., Proff, H., Marrón, P.J., Handte, M. (2023). Zahlungsbereitschaft von Studierenden für ein universitäres, integriertes und nachhaltiges Mobilitätsangebot. In: Proff, H. (ed.) Towards the New Normal in Mobility. Springer Gabler, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-39438-7_51 . Es wurde redaktionell bearbeitet und in den Kontext des Sammelbands eingepasst.)

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Zahlungsbereitschaft von Studierenden für ein universitäres, integriertes und nachhaltiges Mobilitätsangebot

  • Lisa Drees,
  • Heike Proff,
  • Pedro José Marrón,
  • Marcus Handte

摘要

Die Nachhaltigkeitstransformation kann nur gelingen, wenn Universitäten aufgrund ihrer Menge verursachten Verkehrs einen Beitrag leisten. Insbesondere müssen hierfür Alternativen zum privaten Pkw gestärkt werden, die denselben Komfort wie eine Tür-zu-Tür-Verbindung bieten. Die soziale und politische Erwünschtheit nachhaltiger und integrierter Mobilitätsangebote zeichnet sich daher immer mehr ab. Insbesondere werden Studierende bei diesen Dienstleistungen gesondert angesprochen, da sie offener gegenüber neuen Technologien sind und sie noch mit Mobilitätsangeboten experimentieren, da sie noch kein gefestigtes Mobilitätsverhalten aufweisen. Aus Sicht der Unternehmen sind sie außerdem eine wichtige Zielgruppe aufgrund des prophezeiten höheren Einkommens nach Erreichen des akademischen Abschlusses. Jedoch ist eine Untersuchung des Umsatzpotenzials, insbesondere der Zahlungsbereitschaft, von integrierten Mobilitätspaketen für Studierende bisher noch nicht erfolgt. Ziel dieses Beitrags ist es daher, die Präferenzen von Studierenden bezüglich integrierter Mobilitätsangebote zu erfassen, um das Umsatzpotenzial abzuschätzen. Diese Abschätzung erfolgte auf Basis einer adaptiven auswahlbasierten Conjoint-Analyse, die im Frühjahr 2021 von 1165 Studierenden in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen beantwortet wurde. In dieser Analyse wurden die Mobilitätsangebote On-Demand E-Shuttles, Car-Sharing, Bike-Sharing sowie E-Scooter-Sharing aufgenommen. Das geschätzte hierarchische Bayes-Modell erreichte eine Anpassungsgüte von 0,617. Insbesondere war die relative Bedeutung des Preises sehr hoch (69,9 %), gefolgt von Bike-Sharing (9,6 %). Die durchschnittliche monatliche Zahlungsbereitschaft für ein integriertes Mobilitätsangebot lag bei 26,81 €. Die Diversifizierung des Angebots, etwa durch zwei unterschiedliche Mobilitätspakete, kann das Umsatzpotenzial steigern. E-Scooter-Sharing war allerdings in keinem der Mobilitätspakete enthalten. (Dieses Buchkapitel basiert auf folgendem veröffentlichten Beitrag: Kraus, L., Proff, H., Marrón, P.J., Handte, M. (2023). Zahlungsbereitschaft von Studierenden für ein universitäres, integriertes und nachhaltiges Mobilitätsangebot. In: Proff, H. (ed.) Towards the New Normal in Mobility. Springer Gabler, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-39438-7_51 . Es wurde redaktionell bearbeitet und in den Kontext des Sammelbands eingepasst.)