Migrationshintergrund: nationale Aneignungen eines wandernden Begriffs im deutschsprachigen Raum
摘要
Der Beitrag untersucht wie die Kategorie |Migrationshintergrund| in den vier deutschsprachigen Ländern Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Schweiz innerhalb der nationalen Auswertungen der Daten des Programme for International Student Assessment (PISA) im Zeitraum von 2000 bis 2018 umgesetzt wurde und wie |Migrationshintergrund| in die Bevölkerungsstatistik weiterwanderte. Mieke Bals Konzept der „wandernden Begriffe“ ist hierbei zentral inklusive ihrer Forderung die mitreisenden „short-hand theories“ im Blick zu behalten. Dies gelingt mithilfe des Vergleichs der unterschiedlichen Definitionen und Operationalisierungen von |Migrationshintergrund| in diesen vier nationalen Kontexten im Zeitverlauf und mit den beiden Datenquellen PISA und der Arbeitskräfteerhebung (AKE) der Europäischen Union und der European Free Trade Association (EFTA).