Klasse/Arbeit/Gender im Unterhaltungsfernsehen am Beispiel von Germany’s Next Top Model
摘要
Die Castingshow Germany’s Next Top Model (GNTM) gehört zu einem der erfolgreichsten Unterhaltungsangebote, welches die Ausübung eines Berufs zur Grundlage hat. Der vorliegende Beitrag nimmt die diskursive Auseinandersetzung des Unterhaltungsfernsehens mit Klasse, Arbeit und Gender am Beispiel des GNTM-Formats in den Blick und bedient sich dabei einer intersektionalen Perspektive. In einer metaanalytisch ausgerichteten Vorgehensweise geht er auf die bisherige Forschung und den Diskurs zu GNTM ein und greift dessen Ergebnisse auf, um die bereits bestehenden Ansätze mit den Diskursen der Gegenwart zu verbinden. Vor dem Hintergrund neuerer gesellschaftlicher Entwicklungen wie #metoo und der Forderung nach Diversität sowie der medial bedingten Herausbildung neuer Berufsfelder wie dem der Influencer*innen kann GNTM als medialer Aushandlungsort für die hiermit einhergehenden kulturellen Werte betrachtet werden. Die Operanden Klasse und Gender sind dabei Strukturkategorien in einem Wertungsdiskurs über die Fernsehsendung: Sie schlagen sich in dessen Rezeption nieder und sie sind gleichzeitig Teil der Sendung selbst. Das Format und die kritische Haltung durch Zuschauende und Kritiker*innen wird dabei zum Legitimationskampf gesellschaftlicher Zugehörigkeiten.