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(Un-)Sichtbarkeit und Anerkennungsbemühungen weiblicher Reinigungskräfte – eine sozialfigurative Analyse anhand der Miniserie Maid

  • Dagmar Hoffmann

摘要

Serien und Filme repräsentieren soziale Klassen sowie die Vielfalt an Berufsbildern und Bevölkerungsgruppen nur bedingt. Gleichwohl verweisen sie auf soziale Wirklichkeiten und ermöglichen den Rezipient*innen, sich mit sozialen Konflikten, Ungleichheitsverhältnissen und Diskriminierungen auseinanderzusetzen. Reinigungskräfte kommen in US-amerikanischen und westeuropäischen Fernsehserien und -filmen eher selten vor und schon gar nicht als Hauptfiguren. Sie gelten als Leistungsträger*innen, ihre Arbeit wird aber kaum wertgeschätzt und gesellschaftlich anerkannt. Die Arbeitsbedingungen sind schlecht, der Druck, dem sie ausgesetzt sind, ist hoch. Putzen ist eine Klassenfrage und gilt klassischerweise als Frauenarbeit, die keiner Ausbildung bedarf, sorgfältig und moderat erledigt werden soll. Der folgende Beitrag widmet sich der sozialfigurativen Darstellung der Reinigungskraft und damit den Besonderheiten dieser statusniedrigen Erwerbsarbeit sowie der Sichtbarkeit und den Anerkennungsbemühungen von Reinigungskräften vor allem anhand der Protagonistin Alex in der Miniserie Maid (USA 2021, Netflix). Im Mittelpunkt der Analyse steht exemplarisch eine heterogene soziale Gruppe, die zumeist prekär beschäftigt ist, keine Aufstiegschancen besitzt, deren Bedürfnisse kaum angesprochen werden und die wohl gezielt unsichtbar bleiben soll.