Können Trolle Stakeholder sein? Kritische Fragen an (konsensorientierte) medienethische Ansätze
摘要
Die Frage „Können Trolle Stakeholder sein?“ soll zunächst provozieren und adressiert unmittelbar einen aus der Ökonomie stammenden Ansatz, den Matthias Karmasin für die Medienethik seit 1998 nutzbar gemacht hat. Sie steht zugleich aber nur sinnbildlich für eine Reihe von Fragen, die sich in theoretischer Hinsicht ergeben, wenn kritisches (mediales) Verhalten sichtbar wird, das in Ansätzen der Medien- und Kommunikationsethik meist gar nicht vorgesehen ist. Im Beitrag werden zunächst Entwicklungslinien innerhalb der Medien- und Kommunikationsethik geschildert, ehe praktische Realbeispiele angeführt werden, die auf abstrahierter Ebene kritische theoretische Fragen aufwerfen, für deren Bearbeitung eine umfassende Reflexion und Klärung innerhalb medien- und kommunikationsethischer Ansätze vorgeschlagen wird. Im Kern geht es dabei um das Konsens-Axiom, das in ein gewisses Partizipations-Paradoxon führt (wie auch umgekehrt).