Unheimliches Europa. Paradoxien der Einheit und der Identität in den Filmen Nikolaus Geyrhalters
摘要
Der Beitrag geht von gegenwärtigen Krisendiskursen über die (Nicht-)Identität Europas aus und bestimmt, anhand von Überlegungen Jacques Derridas, das „Unheimliche“ und die Wiederholung als bisher wenig berücksichtigte Kernmotive solcher Diskurse. Zentrale Aspekte dieser Kernmotive – die Verdrängung vergangener Konflikte und die Kontroversen um Europas Verhältnis zum Anderen – werden sodann anhand von Filmen des österreichischen Regisseurs Nikolaus Geyrhalter (geb. 1972) ausführlicher diskutiert. Zum einen werden dabei Facetten und Effekte des „Unheimlichen der europäischen Identität“ spezifiziert, zum anderen wirft die Untersuchung ein neues Licht auf das Œuvre eines Filmemachers, der zu den bedeutendsten österreichischen Künstlern der Gegenwart zählt.