Zur Macht der Wiederholung. Philosophische Ansätze von Kierkegaard bis Deleuze
摘要
Die Attraktion der „Wiederholung“ als philosophischer Begriff ist nicht leicht zu erklären. Auf sonderbare Weise kombiniert sie das nüchtern-Profane alltäglicher Routinen und die intransparente Faszination an einem unkontrollierten Geschehen. Sie wird als blinder Automatismus und mechanische Iteration eines unfreien Bewusstseins verurteilt – und zugleich wird sie gefeiert als vitales Pulsieren einer ekstatischen Zeitlichkeit. Ihre eigentümliche Macht liegt in ihrer determinierenden Kraft, die uns alle dazu bringt, das gleiche zur gleichen Zeit zu tun. Vielleicht ist es möglich, sie in einer Zeitsynthese der Vergangenheit zu lokalisieren und dagegen eine Zukunft zu profilieren, die die Wiederholung aus ihrem festen Gehäuse der eintönigen Replikation herauslösen könnte?