„Und die Wiederholungen sind mein Schicksal, sind jedes Menschen Schicksal.“ Fatalismus in Hans Henny Jahnns Fluss ohne Ufer
摘要
Der vorliegende Beitrag widmet sich dem pessimistischen Fatalismus in Hans Henny Jahnns Romantrilogie Fluss ohne Ufer (1949–1961). Über das Handlungsgeschehen, auch über Figurenrede und Ausführungen von Erzählinstanzen wird in Jahnns Hauptwerk eine fatalistische Weltanschauung vermittelt, die maßgeblich in einer agonalen Naturkonzeption sowie dem Glauben an schicksalhaft auftretende Wiederholungen begründet liegt. Diese Aspekte werden mit Blick auf Jahnns endokrinologische und naturwissenschaftliche Interessen kontextualisiert, und schließlich wird eine kritische Analyse des über die Trilogie vermittelten Geschlechtermodells vorgenommen – Fatalismus und Wiederholungsglauben resultieren bei verschiedenen Figuren in misogynen Anschauungen.