Lachen im Ghetto. Edgar Hilsenraths Nacht und das Groteske als Unterbrechung
摘要
Standardisierungen und Wiederholungen sind zentral für die Shoah-Literatur und außerdem mit einem Arsenal an Repräsentationsweisen verbunden; zugleich sind Brechungen Voraussetzung für Veränderungen im literarischen Feld. Anhand von Edgar Hilsenraths Ghetto-Roman Nacht (1964) lässt sich zeigen, wie literarische Darstellungen des Genozids durch Wiederholungsstrukturen genauso wie durch Unterbrechungen charakterisiert sind und wie Ästhetiken des Grotesken diese Brechungen auf besonders irritierende Weise vollziehen und dazu beitragen, das literarische Feld zu dynamisieren.