Future Skills 2.0: Vom Buzzwording zur Kontextintelligenz
摘要
Der Artikel formuliert Kritik am vorherrschenden, willkürlich erscheinenden Skill-Verständnis universalistischer Art und unterbreitet einen verhaltensökonomisch angelegten Vorschlag einer Weiterentwicklung. Future Skills werden aktuell betrachtet als mentale Kompetenztools mit kurzer zeitlicher Reichweite (ca. fünf Jahre), die Organisationen helfen sollen, Ungewissheitsmanagement zu verankern. Sie reagieren auf VUCA-Bedingungen und definieren künftige Fähigkeiten kontextfrei vor. Der Alternativvorschlag lautet, unbekannte Herausforderungen grundsätzlich als einzigartige neue Kontexte zu verstehen, und Future Skills als professionelle Wahrnehmungsfähigkeit solcher fremdartigen Situationen. Damit wechselt der Lernfokus von kontextfreiem Re- und Upskilling auf strikt kontextgebundenes Kalibrieren möglicher Wahrnehmungs- und Reaktionsweisen (eher emotional bewerten, KI oder kollektive Intelligenz nutzen…? o. a.).