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Jenseits von Chaos und unumkehrbaren Kipppunkten

  • Brüne Schloen

摘要

Die derzeitige Sedierung des Klimaprotests wäre für sich genommen noch ein beherrschbares Problem der aktuell (Stand Juni 2024) voraussehbaren Katastrophen- und Chaosentwicklungen. Weit bedrohlicher erscheint diese Sedierung allerdings im Kontext mit den dramatischen Herausforderungen, vor denen der prominente Professor Schellnhuber die Weltgemeinschaft und dementsprechend alle politisch verantwortlichen Entscheidungsträger gerade in Sachen Klimakatastrophe inzwischen sieht. So erklärt er bereits Ende Oktober 2023 dem „Spiegel“: „Ich arbeite seit 40 Jahren in der Klimaforschung, aber solche Anomalien wie in den letzten Monaten haben wir noch nie registriert … das Jahr 2023 wird den Blick auf die Welt verändern …(das könnte zum) Zusammenbruch großer Ökosysteme (führen) … in diesem Jahr (2023) wächst sich der Blutdruck (unseres Planeten) … sozusagen zu Herzkrämpfen aus, das ist besorgniserregend … nach den Bränden (dieses Jahres) auf Rhodos, Hawaii und in Kanada oder den heftigen Überschwemmungen weltweit ist unser Umweltvertrauen erschüttert“ (Schellnhuber 2023). Sodann fordert er beinahe schon verzweifelt: „Wir müssen das (nicht mehr vermeidbare) Hinausschießen über die Pariser Leitplanke von zwei Grad so kurz und flach wie möglich halten … damit bestimmte Kipppunkte im Keim erstickt werden“, um zugleich resignierend festzustellen: „Leider haben wir in den reichen Ländern satte Gesellschaftsmehrheiten, die in ihrem Lebensstil und ihren Annehmlichkeiten nicht gestört werden wollen, solange dem Menschen nicht direkt der Himmel auf den Kopf fällt“.