错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Schicksalhafte Wegverfehlungen durch Materialismus, Bildungsmängel und Kulturversagen

  • Brüne Schloen

摘要

Ich habe im ersten Kapitel dieses Buches versucht, sowohl ein Grundverständnis wie auch eine valide historische Orientierung für die lichten Antriebsmomente, Errungenschaften sowie kulturellen Blüteerscheinungen der Moderne zu vermitteln. Dies mit Schwerpunktsetzung auf die bis heute unerfüllten Vermächtnisse der Großen Französischen Revolution und der durch diese inspirierten deutschen Klassik und Romantik. Diese gewaltigen Entwicklungs- und globalen Kulturfortschritte habe ich sodann mit den diese auf das heftigste bekämpfenden Kräften des Schattens, wie z. B. die plutokratisch und nationalistisch dominierten Liberalen im Verbund mit feudalistisch-reaktionären Autokraten mit ihrem verräterisch-destruktiven Wirken bis zum Jahre 1849, kontrastiert. Wenn man nun den Blick über das Jahr 1849 weiter bis zur Gegenwart ausweitet, dann wird man bei genauerem Hinsehen eine Vielzahl von zumindest in Teilbereichen den geschilderten Entwicklungen vergleichbare Kulturkämpfe, aber auch Disruptionsprozesse erkennen. Über deren Mitverursacher erfährt man in der verbreiteten Geschichtsbetrachtungen leider nur sehr wenig. Erst über die im Folgenden angestrebten tiefer gehenden Analysen des verbreitet als liberal verkleideten Plutokratismus (Geldherrschaft durch verdeckte Bestechungen bzw. Machtmanipulationen seitens der Reichen) mit zugleich nationalistischen Tendenzen beginnt man historische Verursachungen zu erkennen und Zusammenhänge zu durchschauen. Dies gilt z. B. für das Deutsche Reich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die vom Vorbild Gagerns und seiner Konstitutionellen mitgeprägten Nationalliberalen während der Reichskanzlerschaft Otto von Bismarcks. Letzterer konnte bekanntlich nur mit deren Unterstützung und dies zusammen mit den Konservativen im durchaus Gager’schen Sinne seine neofeudale, militaristische und wirtschaftsdominierte Prägung des zum 2. Kaiserreich vereinigten Restdeutschlands vorantreiben. Wodurch sich im Herzen Europas geradezu ein Gegenbild zu den zuletzt geschilderten, kosmopolitischen Perspektiven Goethes und der deutschen Klassik samt Jenaer Romantik verfestigte. Was Bismarck ja auch offen zugab, indem er sagte, dass er als „einzig gesunde Grundlage eines … (deutschen) Staates (den) staatlichen Egoismus und nicht die Romantik“ sehe (Ulrich 1998, S. 45).