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Epochenwandelnde Aufbrüche zu Freidenken und Menschenwürde

  • Brüne Schloen

摘要

In diesem Kapitel soll vor allem ein vertieftes Verständnis für die grundlegenden menschheitlichen, aber auch kulturellen Wandlungen vermittelt werden, die das eigentliche Wesen der Moderne ausmachen. Wird in dieser Epoche doch viel weitreichender als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte von den sich immer mehr zu Individualitäten entwickelnden Menschen Eigenverantwortlichkeit und damit auch persönliche Urteilsfähigkeit für ihr jeweiliges Tun oder eben auch Unterlassen verlangt. Dazu bedarf es sowohl immer ausgereifterer innerer Freiheitsfähigkeiten als auch Fortschritte für die vielen gesellschaftlich von Beginn der Moderne an so heftig umkämpften Freiheitsvoraussetzungen. Dies genauer zu durchschauen ist über die traditionelle Geschichtswissenschaft bestenfalls eingeschränkt möglich. Sie stellt die uns bekannten historischen Abläufe als mehr oder weniger zwangsläufig dar, im Sinne von kausal sich ereignend, wie eine fable convenue. Dabei geschah und geschieht so gut wie nichts zwangsläufig und Wesentliches nicht einmal kausal. Vielmehr erweisen sich die prägendsten Wandlungen der Moderne, zumindest im Nachhinein betrachtet, als Folgewirkungen oft gegenläufiger geistiger Impulse und daraus sehr häufig urständender Weltanschauungskämpfe. Nur über das Verständnis solcher inneren Kräfte ist es aber überhaupt möglich, menschenwürdige Handlungsorientierungen für die Bewältigung der aktuellen, inzwischen apokalyptischen Herausforderungen zu gewinnen. Dafür sollen in diesem Kapitel für die Zeit vom Beginn der Reformation an bis zu den Revolutionsereignissen in den Jahren 1848 und 1849 wichtige Grundverständnisse erzeugt werden.