Hinduismus: Friedens- und Gerechtigkeitsnarrative in den Veden, den Dharmaśāstras und der Bhagawadgita
摘要
Drei der prägenden klassischen religiösen Texte Indiens, Veden, Dharmaśāstras und die Bhagawadgita sowie das politikwissenschaftliche Werk „Arthaśāstra“ äußern sich zu Frieden und Gerechtigkeit eher indirekt. Als wünschenswerter Zustand gelten Ruhe, politische und soziale Ordnung und Stabilität, die gesichert werden durch die kollektive und individuelle Befolgung des Dharma, der Regel oder des ewigen Gesetzes. Die Störung dieser Ordnung gilt als Rechtsbruch und Chaos und muss unter allen Umständen verhindert werden. Die Verletzung des Dharma birgt Konsequenzen in Form des Karma. Doch zum Erhalt der Ordnung sind strenge Strafen nach innen und Krieg nach außen erlaubt und gefordert. Frieden ist damit weniger das Gegenteil von Krieg, sondern die Aufrechterhaltung der Dharma-Ordnung.