Hinduistische Traditionen im Umgang mit imperfekten politischen Ordnungen
摘要
Im Umgang mit imperfekten politischen Ordnungen betonen hinduistische Traditionen oft den Wert der Tat gegenüber einer passiven Weltentsagung. Politischer Widerstand kann demnach religiös gerechtfertigt werden. Dies gilt insbesondere für den gewaltlosen Kampf gegen Ungerechtigkeit, welcher seinen prototypischen Ausdruck in Mahatma Gandhis weltweit einflussreicher Satyagraha-Bewegung gefunden hat. Aber auch gewaltsamer Widerstand kann durch hinduistische Traditionen legitimiert werden, beispielsweise in Bezug auf die Bhagawadgita und ihre Interpretation als Aufruf zu militantem Aktionismus.